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CFD-Handel unter 2.500,- € – kann ich damit wirklich Geld verdienen?

CFD-Händler sollten sich genau überlegen, mit welchen Summen es Sinn macht, den CFD-Handel überhaupt erst zu starten.
Der CFD-Handel - Chancen und Risiken / AFP

Sobald unsere Kunden von einem Demokonto auf ein Live-Konto wechseln möchten, sind viele oft sehr überrascht, dass hierfür eine Mindesteinzahlung von 2.500,- € erforderlich ist. Natürlich wissen wir, dass es auch viele Broker gibt, welche CFD- und Forex-Konten bereits ab einer Mindesteinlagesumme von nur 100,- € anbieten. Doch können Sie damit wirklich Geld verdienen? Wir sind davon überzeugt, dass dies nicht funktionieren kann. Solche Angebote sind hoch unseriös. Als ernsthafter Trader sollten Sie Abstand nehmen von Brokern, die solche Mindesteinlagen möglich machen.

Erst ab 2.500,- € ist ein ernsthafter CFD- und Forex-Handel möglich.

Mal ehrlich. Kämen Sie auf die Idee, mit 2,75 € an die Tankstelle zu fahren und zwei Liter Benzin zu tanken? Doch wohl eher nicht. Ihnen ist klar, dass Sie damit nicht weit kommen werden. Genau so verhält es sich auch mit dem Trading. Wenn Sie bei einem Forex- und CFD-Broker mit lediglich 500,- € Ihren Börsenhandel starten, erhöht sich das Risiko extrem, bereits in den ersten Wochen Ihr Handelskonto „zu pulverisieren“!

Unterkapitalisierung ist verantwortlich für das Scheitern der meisten Trader.

Wir wollen das an folgendem Beispiel für Sie verdeutlichen:

Eine beliebte Handelsstrategie im CFD-Handel sind sogenannte „Ausbruchsstrategien“. Viele Händler achten auf markante Zonen im Chart und handeln Ausbrüche durch das letzte Tagestief oder Tageshoch.

Beispiel anhand eines CFD-Trades im Dax-Index:

Das nachfolgende Bild zeigt einen CFD-Trade im Dax-Index im 60-Minuten-Chart.

Sie sehen einen Chart auf den Dax-Index im CFD-Handel.

CFD-Handel: Dax-Index CFD-Kurs / Quelle: GoPro-Börsensoftware

Am 2. Juli 2014 bildete sich am Ende des Handelstages eine Widerstandszone bei 9.942 Punkten. Dieser Bereich war auch gleichzeitig das Tageshoch. Am nächsten Tag eröffnete der Markt in der Nähe des Vortagesschlusskurses und verharrte in der ersten Handelsstunde auch in diesem Bereich.

Danach durchbrachen die Preise mit einer langen Tageskerze das vorherige Tageshoch. Der Schlusskurs dieser Kerze war deutlich über dem Schlusskurs des Vortages und bildete ein beliebtes Setup für einen Long-Trade für Händler im CFD-Handel.

Der Einstiegspunkt, gleichzusetzen mit dem Schlusskurs, liegt jetzt bei 9.954 Punkten. Der Initial-Stopp-Loss wurde am unteren Bollinger Band (10,1) platziert. Wobei die 10 für einen gleitenden Durchschnitt über zehn Perioden und die 1 für eine Standardabweichung steht.

Gleichzeitig wird das Bollinger-Band in den eben beschriebenen Einstellungen auch als „Trailing-Stopp“ (Automatisch nachziehender Stopp) gleich mitverwendet. Sobald das Bollinger-Band ansteigt, wird der Sicherungsstopp also nachgezogen. (Automatisch nachziehende Stopps, sogenannte Trailing-Stopps, sind eine Standardfunktion in der GoPro-Börsensoftware.)

Nun berechnen wir unser Risiko für diesen CFD-Trade auf professionelle Weise.

Unser Initial-Stopp-Loss liegt bei 9.909 Punkten und bildet zusammen mit dem Einstiegspreis die Grundlage zur Berechnung unseres Risikos. Zwischen unserem Einstiegspreis bei 9.954 und unserem Stopp-Loss bei 9.909 Punkten liegen exakt 45 Punkte. Geben wir diese Zahlen in unseren CFD-Rechner ein, erhalten wir folgende Daten als Ergebnis:

Sie sehen ein Abbild unseres CFD-Rechners.

Screenshot: CFD-Rechner

Im Bild oben (rot eingerahmt mit der Nummer 1) finden Sie das „Risiko in Geld“. Dieses beträgt bei diesem Trade genau 45,- €.

Im roten Rahmen, mit der Zahl 2, sehen Sie das Risiko in Prozent, bezogen auf Ihr gesamtes Handelskapital – in diesem Beispiel beträgt Ihr Gesamt-Handelskapital 2.500 €. Das Risiko für Ihr gesamtes Handelskapital beträgt genau 1,8 Prozent.

Die Handelsmenge, die Sie für diesen Trade in Ihre Order-Maske eingeben müssten, beträgt “1“. Also 1 CFD-Kontrakt auf den Dax-Index (DAX30).  Zu sehen im roten Rahmen, mit der Nummer 3 gekennzeichnet.

Nun ist es so, dass die kleinste Handelsmenge für einen Dax-CFD-Kontrakt eben die “1“ ist. Eine kleinere Stückelung ist nicht möglich.

Jetzt stellen Sie sich bitte vor, Sie würden diesen Trade mit einem Handelskapital von nur 1.000 Euro durchführen. Das Risiko in Geld beträgt immer noch 45,- Euro, jedoch erhöht sich Ihr Gesamtrisiko, bezogen auf Ihr komplettes Handelskapital drastisch, von 1,8 % auf 4,5 %!

Zu hoch, um langfristig Geld mit dem Trading zu verdienen. Die einzige Möglichkeit Ihr prozentuales Risiko auf Ihr Gesamtkapital zu minimieren besteht darin, Ihr Handelskonto zu vergrößern. Wenn Sie diesen Zusammenhang zwischen Ihrem zur „Verfügung stehenden Handelskapital“ und dem „Risiko pro Trade“ erst einmal verinnerlicht haben, stehen Ihre Chancen sehr gut, mit dem Trading auch wirklich langfristig Geld zu verdienen.

Fazit für den CFD- und Forex-Handel:

Unterkapitalisierung und schlechtes Risikomanagement sind der häufigste Grund für das Scheitern vieler Trader. Wir hoffen, Sie haben den Zusammenhang zwischen Handelskapital und Risiko nun verinnerlichen können.

Wenn Ihr Handelskonto bei unter 2.500 € liegt, sollten Sie sich ernsthaft überlegen, ob das CFD-Trading das Richtige für Sie ist. Da wir selbst als „GoPro-Börsensoftware“ keinen Nutzen daraus ziehen, wenn Sie Ihr hart erarbeitetes Geld verlieren – so wie das bei vielen dubiosen Brokern der Fall ist – fühlen wir uns Ihnen gegenüber verpflichtet, Ihnen diese schlichte Wahrheit mitzuteilen.

Gerade deshalb haben wir zusätzlich zu den zahlreichen Funktionen in unserer Handelsplattform auch den CFD-Rechner und den Forex-Rechner entwickelt, sodass alle unsere Kunden Ihre Risiken und Gewinnmöglichkeiten perfekt kontrollieren und so einen langfristig erfolgreichen Börsenhandel betreiben können.

Video: Der CFD-Money-Management-Rechner für den Handel mit CFDs:

Video: Der Forex-Money-Management-Rechner für den Handel mit Forex:

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